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Gemeindebibliothek
mit langer Tradition
Im Jahr 1969 wurde von der damaligen Gemeindevertretung Neuenhagens beschlossen, einen Neubau für die schon beachtlich angewachsene
Bücherei zu errichten. Bis zu diesem Zeitpunkt führte diese 1904 erstmals gegründete Institution ein Nomadendasein durch die gemeindeeigenen Häuser. Letzter Standort war der im heutigen Bürgerhaus. Dieses
konnte schon damals der wachsenden Anzahl von Clubs und Zirkeln kaum ausreichend Heimstatt bieten, so dass ständig Interessenkonflikte entstanden. Und ebenfalls wurde man darauf aufmerksam, dass sich eine Vielzahl
kulturell interessierter Bürger in Neuenhagen niedergelassen hatten.
Im Januar 1972 war es dann soweit, die etwas abgespeckte Variante des ursprünglich geplanten Entwurfs konnte eingeweiht und bezogen
werden. Mit dem Kulturhaus und den damaligen Edda-Lichtspielen bot nun auch die Gemeindebibliothek in der Hauptstraße gute Entwicklungsmöglichkeiten für die herausragende Kulturarbeit in den kommenden Jahren, die
Neuenhagen den Ruf der „Kulturgemeinde im Grünen“ einbrachte. Schnell von der Leserschaft angenommen, steigerten sich die Entleihungszahlen stetig und aufgrund guter finanzieller Ausstattung konnte der
Buchbestand vermehrt werden.
Als typisch Berliner Randgemeinde stiegen die Einwohnerzahlen des Ortes ständig und nach gut 20 Jahren waren die ehemals so großzügig angelegten Ausleih- und Arbeitsräume der
Gemeindebibliothek hoffnungslos überfüllt, Veranstaltungen konnten nur noch in kleinerem Rahmen oder an anderer Stelle stattfinden. Wieder konnte durch einen Gemeinderatsbeschluß Abhilfe
geschaffen werden. Am 1. Dezember 1989 wurde ein Erweiterungsbau eröffnet, der Platz für eine Kinderbibliothek und Archivräume bot, sowie ein kleines Heimatmuseum beherbergen sollte.
Im
Jahre 2001 hatte die Einwohnerzahl Neuenhagens die 16.000er Marke
überschritten, längst hat die Infrastruktur städtische Vergleichswerte
erreicht. Dem hat die Arbeitsweise der Gemeindebibliothek stets
Rechnung getragen. Inzwischen längst vom gesamten Haus Besitz ergriffen,
bietet sie heute auf ca. 120 m² Ausleihfläche einen Bestand von
ca. 31.000 Medien an. Dazu gehören in Zeiten modernster Informationstechnik
und Unterhaltungselektronik längst nicht mehr nur Bücher.
„Nur was sich ändert, bleibt!“ unter diesem Motto sind heutzutage
Bibliotheken Mittler unter den Medien und Informations- einrichtungen
für verschiedenste Belange. In Neuenhagen zählen außer Belletristik,
Kinder- und Sachliteratur, auch DVDs, Videofilme, CDs und Hörbücher
zum Bestand. Für die Recherche und Literatursuche stehen den Benutzern
drei Computer zur Verfügung, die mit dem Bibliotheksprogramm Allegro-ÖB
arbeiten und ein Internet-Zugang durch den auch der Zugriff
auf die Berliner und anderen Brandenburgischen Bibliotheksdatenbanken
möglich ist. Medien, die nicht im Bestand der Neuenhagener Bibliothek
vorhanden sind, werden auf Wunsch über den Fernleihverkehr beschafft
(siehe Benutzungsordnung,
Punkt 5)
Ein konsequenter Medienetat und zusätzliche Fördermittel von Bund
und Land haben die Gemeindebibliothek Neuenhagen inzwischen mit
zu den leistungsstärksten Einrichtungen im Landkreis Märkisch-Oderland
gemacht. Die im Jahr 2000 komplett erneuert Regaleinrichtung gibt der Bücherei
ein freundliches und zweckmäßiges Erscheinungsbild. Viele
Bürger des Ortes gehen hier regelmäßig ein und aus – 2007 wurden
64.800 Ausleihen registriert, das heißt, jeder Einwohner nahm
mindestens fast 4mal ihre Dienste in Anspruch und die Ausleihstunden
sind in der Regel für den Benutzeransturm viel zu gering.
Zahlreiche
Lesungen und Veranstaltungen laden zu Unterhaltung und Kommunikation
auch auf engestem Raum ein.
Perspektivisch hat nun die Gemeindeverwaltung im Herbst 2007 die
Errichtung eines gemeisamen Neubaus für das Bürgerhaus und die Bibliothek
beschlossen.
Somit sind die Weichen für eine weitere anspruchsvolle kulturelle
Betätigung der Bürger Neuenhagens - unter einem Dach gestellt.
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